
Das Interview
Bekannt geworden ist Franck Winnig mit seinen ungewöhnlichen Ideen fürs Immobilien-Marketing über seine Seminare beim ImmoblienProfi. Autor Simon Thiel lernt einen streitbaren und – wie er selbst zugibt – umstrittenen Franck Winnig in seinem Büro-Garten auf der Terrasse kennen
Herr Winnig, Sie sind gerade dabei, das Marketing für Immobilien neu zu erfinden.
Stopp, da möchte ich Sie gleich unterbrechen: Ich würde nie von Neu-Erfindung sprechen. Es gibt auch im Makler-Bereich jede Menge gute Marketing-Ansätze. Ich mache eben nur ein paar Dinge ein bisschen anders …
Können Sie uns das genauer erklären?
Ich versuche Wohnobjekte über den Bauch zu verkaufen und mehr Emotionen rüber zu bringen. Natürlich gibt es für den Kauf einer Wohnung auch rationale Gründe, aber das Gefühl ist mindestens genauso entscheidend.
Und dieses Gefühl kommt bisher zu kurz?
Manche Bauträger-Anzeigen sehen aus wie die Anzeigen einer Schlachterei. Da wimmelt es von unterschiedlichen Schriften, Einklinkern und vielen Störern (Anmerkung der Redaktion: Störer sind Texte, die mithilfe von Balken oder Kreise hervorgehoben werden). Hauptargument ist meist der Preis. Außerdem wird meist mit der Zeichnung des Hauses und maximal einem Foto einer grinsenden Familie gearbeitet. Alles in allem sind die Anzeigen alle verwechselbar … keine Zielgruppenansprache, keine Emotionen. Ich glaube, dass man gar nicht mal als Marketing-Experte, sondern einfach als Mensch da rangehen muss. Ich kann da einfach nichts individuelles drin finden.
Aber der Preis ist doch gerade beim Kauf einer Immobilie oft entscheidend...
Ja schon. Aber alle Makler sagen mir selbst, dass der Kaufentscheid reine Bauchsache ist. Aber warum sprechen sie dann nicht konsequent die Gefühle der Menschen an … sie sollten in ihren Print- und Web-Anzeigen den Menschen und nicht den Preis in den Mittelpunkt zu stellen.
Bevor wir konkret zu Ihren Ideen kommen, würde ich gerne kurz über Sie sprechen. Sie sind in Hamburg geboren, genauer gesagt im Szeneviertel St. Georg…
Kurzer Werdegang: Ausbildung zum Hotelfachmann im 5-Sterne-Hotel Inter-Continental in Düsseldorf und London. Nach einem Praktikum bei der BILD-Zeitung, habe ich das Schreiben entdeckt. Ich habe viele Jahre als klassischer Autor für Zeitschriften wie Brigitte, Elle, Stern oder Focus geschrieben und unter anderem sechs Ratgeber-Bücher für Jugendliche herausgebracht. 2000 habe ich beim Burda-Verlag Kundenzeitschriften entwickelt, Online-Aktionen geplant und Marken-Promotions konzipiert und dirigiert. Mein größtes Promotion-Shooting fand auf der BUGA für den Playboy statt. Mit einer angezogenen Barbara Becker als Stargast. 10 Markenkunden, drei Fotografen-Teams, ein TV-Team und 80 Mitwirkende habe ich mit insgesamt acht persönlichen Assistenten dirigiert. Wir hatten sogar eigene Masseure für die Models. Ich war ein wenig wahnsinnig: Hätte es geregnet, hätte ich keinen Plan B gehabt.
Und wie macht man das?
Ich habe einfach gutes Wetter bestellt. Mache ich heute noch, wenn wir Bauträger-Feste organisieren. Das Produkt „Sonnenschein-Garantie“ gibt’s auch bei uns im Shop. 480 Euro mit Geld-zurück-Garantie (grinst über beide Ohren).
Aber wie kommt man vom Playboy-Shooting zum Makler-Marketing?
Als eine Freundin ihr Haus verkaufen wollte, fand ich es schwer, die Leistungen der verschiedenen Makler vergleichen. Die waren alle gleich. Ich habe mir Anzeigen von Häusern angeguckt, die waren auch alle gleich. Es gibt wenig Unterschiede, die mir zeigen, wer gut ist oder wer nicht.
Wie haben Sie diese Erkenntnisse denn dann umgesetzt?
Das gesamte Interview aus dem ImmobilienProfi hier als Download >>
Stopp, da möchte ich Sie gleich unterbrechen: Ich würde nie von Neu-Erfindung sprechen. Es gibt auch im Makler-Bereich jede Menge gute Marketing-Ansätze. Ich mache eben nur ein paar Dinge ein bisschen anders …
Können Sie uns das genauer erklären?
Ich versuche Wohnobjekte über den Bauch zu verkaufen und mehr Emotionen rüber zu bringen. Natürlich gibt es für den Kauf einer Wohnung auch rationale Gründe, aber das Gefühl ist mindestens genauso entscheidend.
Und dieses Gefühl kommt bisher zu kurz?
Manche Bauträger-Anzeigen sehen aus wie die Anzeigen einer Schlachterei. Da wimmelt es von unterschiedlichen Schriften, Einklinkern und vielen Störern (Anmerkung der Redaktion: Störer sind Texte, die mithilfe von Balken oder Kreise hervorgehoben werden). Hauptargument ist meist der Preis. Außerdem wird meist mit der Zeichnung des Hauses und maximal einem Foto einer grinsenden Familie gearbeitet. Alles in allem sind die Anzeigen alle verwechselbar … keine Zielgruppenansprache, keine Emotionen. Ich glaube, dass man gar nicht mal als Marketing-Experte, sondern einfach als Mensch da rangehen muss. Ich kann da einfach nichts individuelles drin finden.
Aber der Preis ist doch gerade beim Kauf einer Immobilie oft entscheidend...
Ja schon. Aber alle Makler sagen mir selbst, dass der Kaufentscheid reine Bauchsache ist. Aber warum sprechen sie dann nicht konsequent die Gefühle der Menschen an … sie sollten in ihren Print- und Web-Anzeigen den Menschen und nicht den Preis in den Mittelpunkt zu stellen.
Bevor wir konkret zu Ihren Ideen kommen, würde ich gerne kurz über Sie sprechen. Sie sind in Hamburg geboren, genauer gesagt im Szeneviertel St. Georg…
Kurzer Werdegang: Ausbildung zum Hotelfachmann im 5-Sterne-Hotel Inter-Continental in Düsseldorf und London. Nach einem Praktikum bei der BILD-Zeitung, habe ich das Schreiben entdeckt. Ich habe viele Jahre als klassischer Autor für Zeitschriften wie Brigitte, Elle, Stern oder Focus geschrieben und unter anderem sechs Ratgeber-Bücher für Jugendliche herausgebracht. 2000 habe ich beim Burda-Verlag Kundenzeitschriften entwickelt, Online-Aktionen geplant und Marken-Promotions konzipiert und dirigiert. Mein größtes Promotion-Shooting fand auf der BUGA für den Playboy statt. Mit einer angezogenen Barbara Becker als Stargast. 10 Markenkunden, drei Fotografen-Teams, ein TV-Team und 80 Mitwirkende habe ich mit insgesamt acht persönlichen Assistenten dirigiert. Wir hatten sogar eigene Masseure für die Models. Ich war ein wenig wahnsinnig: Hätte es geregnet, hätte ich keinen Plan B gehabt.
Und wie macht man das?
Ich habe einfach gutes Wetter bestellt. Mache ich heute noch, wenn wir Bauträger-Feste organisieren. Das Produkt „Sonnenschein-Garantie“ gibt’s auch bei uns im Shop. 480 Euro mit Geld-zurück-Garantie (grinst über beide Ohren).
Aber wie kommt man vom Playboy-Shooting zum Makler-Marketing?
Als eine Freundin ihr Haus verkaufen wollte, fand ich es schwer, die Leistungen der verschiedenen Makler vergleichen. Die waren alle gleich. Ich habe mir Anzeigen von Häusern angeguckt, die waren auch alle gleich. Es gibt wenig Unterschiede, die mir zeigen, wer gut ist oder wer nicht.
Wie haben Sie diese Erkenntnisse denn dann umgesetzt?
Das gesamte Interview aus dem ImmobilienProfi hier als Download >>









